Geschichte

Neben den Orten Lichtenau und Kleinenberg ist Hakenberg die dritte Neugründung des mittleren bzw. späten Mittelalters im Raum des Soratfeldes.

Hakenberg hieß ursprünglich Havixburg. Diese Bezeichnung macht es wahrscheinlich, daß der an einem Steilhang liegende Ort als Burgsiedlung angelegt wurde. Die Beziehungen Hakenbergs zum sehr nahe gelegenen mittelalterlichen Kirchort Kerkdorp waren von besonderer Bedeutung. Bis ins 19. Jahrhundert nutzte man diese wüste Kirchenstelle als Friedhof.

Kirchlich gehört Hakenberg heute zur Pfarrei Lichtenau. Die St. Antoniuskapelle des Ortes wird in einer Urkunde vom 9.11.1751 das erste Mal urkundlich erwähnt (Akte M 1 II A Nr. 1624 des Staatsarchivs Detmold) und ist damit zur Zeit (2002) lt. Unterlagen 251 Jahre alt. 

Im Jahr 2003 wurde sie generalüberholt.

Früher war das Ortsbild fast ausschließlich durch landwirtschaftliche Gebäude geprägt, beinahe jeder Haushalt betrieb auf seinen eigenen Grundstücksflächen Landwirtschaft. Heute geht die Entwicklung dahin, daß wenige Vollerwerbslandwirte die kleinen Flächen der anderen Ortsbewohner pachten und diese mitbewirtschaften. Bestand früher die Erwerbstätigkeit der Bevölkerung vorwiegend aus der Arbeit im Forst und in der Landwirtschaft, so hat sich dieses dahingehend geändert, daß heute zur Arbeit vowiegend in das nahe gelegene Paderborn gependelt werden muß.

Am östlichen Rand des altbäuerlichen Kerns ist eine Neubausiedlung entstanden, die keinerlei landwirtschaftliche Nutzung mehr vorsieht. Seit der kommunalen Neugliederung gehört Hakenberg mit seinen ca. 200 Einwohnern zu den kleineren Ortsteilen der Stadt Lichtenau.

 Dennoch hat sich der Ort durch sein reges Vereinsleben und die Bodenständigkeit der Bevölkerung seine individuelle Eigenständigkeit bis in die heutige Zeit bewahrt.

Das Eselsbett:

 Ca 1,5 km von südlich von Hakenberg entfernt liegt das Naturschutzgebiet Eselsbett, das Gebiet ist ca. 11,6 Hektar groß. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Eselsbett zum Abbau von Moor- und Heilerde freigegeben. Es wurden Schienen ins Moor gelegt, die auf Bohlen befestigt waren. Eine Lokomotive fuhr mit angehängten Loren in das Gebiet hinein, hier wurde dann entsprechend Moorschlamm abgebaut. Der Moorschlamm wurde anschließend zum Eisenbahnerkurheim nach Bad Driburg transportiert.


Beschwerden vieler Natur- und Heimatfreunde hatten beim Regierungspräsidenten in Detmold Erfolg, das Eselsbett wurde 1970 unter Naturschutz gestellt, es wurde kein Moor mehr abgebaut..
 (Text nach Bernhard Beseler, entnommen dem Hinweisschild an der Lore)